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MTB CrossCountry Schweizermeisterschaft in Plaffeien

Sabrina Baumgartner 17.07.2011

Dieses Wochenende trat ich zum ersten Mal an der Schweizermeisterschaft im Mountainbike an. Die Freude, endlich wieder an einer Schweizermeisterschaft teilzunehmen, war gross. Letztes Mal bestritt ich im Jahr 2008 in der Leichtathletik über 800m eine Schweizermeisterschaft.

Am Samstagnachmittag nahm sich mein Freund Silvio Zeit und zeigte mit die Strecke bis ins letzte Detail. Diese habe ich mir ehrlich gesagt eine Spur einfacher vorgestellt… es erwartete mich ein technisch anspruchsvolles Rennen mit vielen Singeltrails und steilen Abfahrten. Motto: Wer bremst verliert! Ganz ehrlich, im ersten Moment wäre ich am liebsten umgekehrt! Nach einigen Mutproben konnte ich alle Abfahrten fahren. Alleine dieses Training war für mich persönlich ein Erfolgserlebnis, so lernte ich technisch bis koordinativ wieder dazu.

Am Samstag präsentierte sich der Himmel noch strahlend blau –  dementsprechend trocken und griffig die Strecke. Am Sonntag zogen bereits um 7 Uhr morgens Regenwolken auf und ein heftiger Dauerregen setzte ein. Normalerweise passt mir dieses Wetter nicht, da ich bis anhin immer Mühe bekundete, genug Halt im Schlamm zu finden. Daher fuhr ich drei Stunden vor Start die Strecke nochmals ab. So konnten wir die Bodenbeschaffenheit testen und den richtigen Pneu auswählen.

Es wurde immer kälter und ich war froh, als ich endlich im Trockenen auf der Rolle einfahren konnte. Der Start gelang mir sehr gut, so positionierte ich mich nach der ersten Runde auf dem guten 7. Zwischenrang. Runde für Runde wurde die Strecke schlechter, und in den Abfahrten musste ich an steilen unfahrbaren Stellen absteigen – denn Bremsen konnte man nicht mehr... Durch den Niederschlag wurde es Runde für Runde rutschiger. Bis zur letzten Runde hielt ich mich in einer Gruppe mit drei Fahrerinnen auf. Wir machten untereinander den Platz 8-10 aus. Im Berg war ich die Stärkste von den drei Fahrerinnen. Da sich der Streckenzustand je länger desto mehr verschlechterte, büsste ich Runde für Runde mehr ein. So gelang es den zwei Fahrerinnen in der zweitletzten Abfahrt davon zu ziehen und mich um 30s zu distanzieren. Damit beendete ich das Rennen auf dem 10. Rang. Gewonnen hat das Rennen die technisch starke Natthalie Schneitter (1. Rang) vor Esther Süess (2. Rang) und Marielle Saner Guinchard (3. Rang), welche nach ihrer Lungenembolie an diesem Tag ihr Comeback gab.

Mit diesem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. Bei diesen Bedingungen habe ich das Maximum herausgeholt und mir in den Abfahrten viel zugetraut.

Sportliche Grüsse, Sabrina