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Eliminator Aadorf ? über Mut, Schlamm und eine gelungene Teampräsentation

Thomas Horner 01.05.2013

Wir schreiben das Jahr 1959. Ein Sandalenepos lockt die Zuschauermassen ins Kino, und die Szene, in welcher Ben Hur todesmutig zum Wagenrennen antritt, hat bis heute nichts an seiner Faszination eingebüsst. Der Reihe nach wird Gegner um Gegner eliminiert, bis nur noch einer übrig bleibt.

Im Jahr 2013 hat sich einiges geändert. Die zweirädrigen Gefährte werden nun nicht mehr von Pferden gezogen, sondern von Muskelkraft angetrieben. Die Strecke führt nicht mehr einfach im Kreis herum, sondern über einen mit Hindernissen gespickten Parcours. Last but not least finden die Rennen bei jeder Witterung statt, was sowohl für die Athleten wie für die Zuschauer eine enorme Herausforderung darstellt.

Sabrina, Matthias, Cla Riet, Bernie und ich nahmen die Herausforderung an und starteten am Eliminator Rennen in Aadorf. Während Matthias souverän zum Sieg fuhr, eliminierten sich Sabrina und Cla Riet bei einem filmreifen Sturz in den Schlamm beinahe gegenseitig, liessen sich aber nicht beirren und fuhren das Rennen zu Ende und somit ihre Podiumsplätze ins Trockene. Ins Trockene? Dies ist einfacher gesagt als getan, denn trocken war es am Renntag beinahe nirgends, schon gar nicht auf der Rennstrecke.

Dies schien Bernie nicht zu stören, denn als Triathlet ist er das nasse Element gewohnt. Er schaffte die Qualifikation fürs Viertelfinal. Eine beachtliche Leistung, wenn man bedenkt, dass er sonst fast nie im Gelände fährt! Ich schaffte es mit etwas Glück ins Halbfinal und traf dort auf drei Kontrahenten, die mir technisch überlegen waren. Folglich konnte ich den Anschluss nach der Schlammpassage leider nicht mehr herstellen, durfte aber mit frischen Klamotten noch im „kleinen“ Finale antreten.

Am Abend hatten wir die Gelegenheit, im warmen, trockenen Gemeindesaal unser Team zu präsentieren. Nachdem auch Tristan und Damian zu uns gestossen waren (Lukas hatte an jenem Wochenende einen Zusammenzug der Nationalmannschaft und konnte daher nicht dabei sein), überreichte uns Teamchef Ruedi frische Hemden mit unserem Teamlogo auf dem Ärmel. Wir waren sehr dankbar über dieses schöne Präsent, hatten doch einige von uns kaum mehr saubere Teamkleider für die Präsentation nach der heutigen Schlammschlacht.

Auf erfrischend witzige Art interviewte uns Moderator und Speaker Andreas Marti, und dank seinen Fragen wussten die Anwesenden bald, warum die „Rüeblilandrundfahrt“ nichts mit Hasen zu tun hat, warum die Kategorie „Anfänger“ ihrem Namen nicht immer gerecht wird, und wer nun beim Eliminator wen abgeschossen hatte.

Zum Abschluss stimmten Tristan und Matthias feierlich das „Vogellisi“ an und wurden dabei tatkräftig von zahlreichen Mitgliedern des Biketeams Aadorf sowie vom Publikum unterstützt. Wer weiss, vielleicht hören und sehen wir die beiden nächstes Jahr am Eurovision Song Contest! Eine gute Werbung fürs Team wäre es allemal, sofern unsere Teamhemden überhaupt als Uniformen zugelassen würden…

Ich danke den Organisatoren des Eliminators und der Teampräsentation für diesen gelungenen Event, insbesondere OK-Präsident Christian Arenz, Moderator Andreas Marti, Teamchef Ruedi Studer sowie allen Sponsoren und Gönnern!