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Saisonschlussbericht 2013

Thomas Horner 31.12.2013

Ziemlich genau vor einem Jahr begann ich mit der Saisonvorbereitung für das Jahr 2013. Zuerst setzte ich mir drei Ziele, auf welche ich hinarbeiten wollte, und welche mich im Training motivieren sollten. Meine Ziele definierte ich wie folgt:

  1. An der Marathon EM der Nichtlizenzierten in Singen in meiner Altersklasse unter die top 30 fahren
  2. In der iXS-Classic Langdistanz im Jahresklassement unter die ersten 30 kommen
  3. Mindestens einen Podestplatz erreichen

Während des Winters durfte ich die Trainings des Regiokaders besuchen und absolvierte viele Trainingseinheiten auf den Langlaufskis. Die vielen Stunden in der Turnhalle, auf dem Bike und in den Laufschuhen zahlten sich aus, denn ich spürte einen Aufwärtstrend in meiner Formkurve. Leider motivierte mich dies derart, dass ich gegen Ende des Winters teilweise bis zu 20 Stunden pro Woche auf den Langlaufskis verbrachte und mich so wohl in ein leichtes Übertraining hineinmanövrierte.

So kam es, dass ich am Anfang der Saison etwas länger brauchte, um in Form zu kommen. Trotzdem konnte ich mein erstes Saisonziel erreichen und finishte an der EM als 25. meiner Kategorie. Weitere Highlights durfte ich erleben, als ich beim Eliminator in Aadorf wider erwarten ins kleine Finale kam und beim GP Maierisli in Boppelsen lange ums Podium kämpfte und schliesslich als Vierter über die Ziellinie rollte.

An den Saisonzielen Nummer zwei und drei biss ich mir beinahe die Zähne aus. Je länger je mehr merkte ich, dass ich mit den langen Distanzen der iXS Classic nicht richtig zurecht kam. In Estavayer und Fribourg erreichte ich zwar das Ziel, allerdings blieb die erreichte Zeit unter meinen Erwartungen. Durch ein beherztes Rennen in Grindelwald konnte ich mich zwischenzeitlich in die von mir angepeilte Top 30 im Gesamtklassement vorkämpfen, jedoch musste ich eine Woche später am Nationalpark Bike Marathon mein Bike völlig entkräftet nach knapp 80 Kilometern abstellen.

 

Vor dem letzten Rennen, dem Ironbike in Einsiedeln, musste ich eine strategische Entscheidung fällen, wobei mir zwei Optionen zur Verfügung standen. Möglichkeit Nummer eins war, wie ursprünglich geplant auf der Langdistanz zu starten und so die minimale Chance aufrecht zu erhalten, im Gesamtklassement noch unter die ersten 30 zu kommen. Möglichkeit Nummer zwei bestand darin, mich umzumelden, auf der Kurzdistanz zu starten und somit die Chance auf Saisonziel drei, einen Podestplatz zu erreichen, zu erhöhen. Ich entschied mich für letzteres, denn ich wusste, dass ich in Rennen mit einer Dauer von ein bis zwei Stunden momentan am stärksten fuhr.

So startete ich top motiviert, hielt das Tempo schon am ersten Berg hoch und schaffte es, bis auf einen Kontrahenten alle abzuhängen. Leider konnte ich am letzten Anstieg dessen Tempo nicht mehr ganz mitgehen, so dass ich als Zweiter ins Ziel kam. Ich war sehr glücklich über diesen Saisonabschluss und hatte es geschafft, zwei meiner drei Ziele zu erreichen.

Insgesamt bin ich mit meiner Saison nicht vollumfänglich zufrieden, denn durch das umfangreiche und konsequente Training hatte ich mir etwas mehr erhofft. Zeitweise machte ich mir selbst einen ziemlich grossen Druck, was es nicht leichter machte, mit der nötigen Lockerheit an den Start zu gehen. Nach langem Überlegen habe ich mich nun entschieden, in der Saison 2014 sportlich neue Wege zu gehen. Ich werde als Promotionsfahrer für eine Fahrradmarke an den Start gehen und an einigen Hobbyrennen der Swiss Cycling Top Tours starten.

Für die grosse Unterstützung in der Saison 2014 möchte ich Teamchef Ruedi Studer, den Teamkollegen vom Raceteam und allen Sponsoren und Gönnern herzlich danken! Ich wünsche allen schöne, erholsame Festtage und einen guten Start ins 2013!