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Australien, Team Trainingslager und Saisonstart

Patricia Schwager 01.04.2012

Die Entscheidung, in Australien zu trainieren war richtig. Ich konnte super trainieren und eine solche Basis hatte ich wohl noch nie. Seit Ende Dezember arbeite ich auch mit einem neuen Coach zusammen. Mein Coach wohnt nämlich in Perth und so trainierte er jeden Tag mit uns mit. Das Training 1:1 zusammen zu absolvieren ist natürlich genial. Ich trainierte viel und neben dem normalen Training fuhr ich dazu auch jede Woche ein regionales Kriterium oder Zeitfahren.
Leider waren die 6 Wochen in Down Under sehr schnell vorbei. Da aber die Kältewelle in Europa gerade sehr aktuell war, versuchte ich meine Heimreise zu verschieben. Das Trainingcamp mit meinem neuen Team war aber obligatorisch und so hatte ich keine andere Wahl als zurück zu fliegen in den arktisch kalten Winter.
Für mich war es ein richtiger Klima-Schock…40°C Unterschied von Australien zur Schweiz! Das Team Trainingcamp dauerte 1 Woche und fand in der Ardèche statt. Es war aber auch dort sehr kalt. Darum trainierte ich 2/3 vom Programm alleine auf der Rolle im warmen Hotelzimmer. Wie gewohnt war daneben auch Zeit für div. Meetings, Photoshootings und Material anpassen. Danach verbrachte ich wieder einmal 5 Tage Zuhause.

Mein Team für's 2012

Als letzte Vorbereitung vor dem Saisonstart trainierte ich dann noch 1 Woche im Tessin. Dies zusammen mit dem CH-Nationalteam. Das Wetter war frühlingshaft und optimal zum Trainieren. Jeden Morgen leitete ich für meine Nationalteam- Kolleginnen ein Programm mit Stabi- Übungen und abends jeweils auch noch das Stretching. Mir machte diese Woche in Tenero Spass!
Vom Tessin ging die Reise direkt nach Paris ins Teamhaus. Die ersten Rennen fanden alle im Norden statt. Zuerst das Rennen in Hageland (Belgien). Dort kam ich zwar mit der ersten Gruppe ins Ziel, die letzte Rennstunde erfror ich aber fast. Regen und knappe 5°C waren kaum zum Aushalten und ich bin einfach nicht gemacht für solche Bedingungen.
Danach folgten die 3 Rennen in Drenthe (Nord Holland). Die ersten 2 Rennen waren zum Vergessen, ich fuhr beide nicht zu Ende. In beiden Rennen hatte ich mehr mit Defekten als mit den Rennen selber zu kämpfen. Im Weltcuprennen hatte ich auf dem zweiten Pavéstück einen Hinter- & Vorderrad-Defekt zusammen. Als ich dann wieder weiterfahren konnte, war ich irgendwo in einer abgehängten Gruppe. Das Zeitlimit war auf 5min festgelegt und somit wurde die Gruppe später aus dem Rennen genommen. Immerhin schaffte ich es dann im 3. Rennen, trotz Windkante in die erste Gruppe. Nur der Sprint war nicht so toll, ich musste voll abbremsen, weil es kurz vor dem Ziel einen Crash gab.

Eine Woche blieb ich im Teamhaus in Paris, da das nächste Rennen im Westen Frankreichs stattfand.

Cholet war wiederum ein Rennen bei höchst unangenehmen Wetter. Auf der letzten der 4 Runden zeigte ich mich aktiv und attackierte einige Male. Es kam aber zu einem Massensprint. Ich war sehr froh im Ziel zu sein, weil ich fast erfroren bin. Leider zeigten sich die Auswirkungen schnell: die Woche darauf war ich erkältet…. 1 Woche blieb mir Zeit bis zum Weltcuprennen Alfredo Binda in Italien: das erste Rennen beim angenehmen Wetter dieses Jahr!
Das schwere Rennen wurde extrem schnell gefahren (fast 40km/h auf 131 km und 1500 Höhenmeter!). Ich war in der ersten Gruppe bis 1.5 Runden vor Schluss. Das zweitletzte Mal war ich etwas weit hinten um in den Berg hinein zu fahren. Zudem war es auch genau der einzige Moment, um endlich einen Bidon zu bekommen an der Verpflegung. So fiel ich leider aus der ersten Gruppe heraus… Sehr schade, hatte es nicht ganz gereicht um bis am Schluss ganz vorne dabei zu sein.

Jetzt hoffe ich, dass der Frühling endlich in ganz Europa kommt! Meine Renneinsätze im April sind nämlich alle nördlich: in Holland, Belgien und Luxemburg!

Bis zum nächsten Mal!

Patricia