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Swiss Bike Masters in Küblis

Tobias Bosshard 01.06.2010

Für das Swiss Bike Masters in Küblis hatte ich mir viel vorgenommen. Nachdem ich im letzten Jahr mit dem Rang 32. im Overall Klassement ein gutes Resultat erreicht hatte, steuerte ich in diesem Jahr die Top 20 an. Zusammen mit Michi Rüesch, welcher sich für die 75km-Strecke gemeldet hatte, reiste ich schon am Samstag nach Küblis um mich in Ruhe auf das Rennen vorzubereiten. Auch dass es bis tief in die Nacht wie aus Kübeln regnete störte mich nicht weiter. Dies war in den vergangenen Jahren in Küblis schon öfters der Fall und für Sonntag war ja besseres Wetter angesagt. So war es dann auch. Zwar schien die Sonne noch nicht aber es regnete zumindest nicht mehr. Mit der Startnummer acht konnte ich mich wiederum ganz vorne aufstellen. So konnte ich dem Gerangel nach dem Start entgehen und ganz vorne in der Spitzengruppe um Urs Huber mitfahren. Dies gelang mir auch die ersten 20 Minuten. Danach musste ich aber Tempo rausnehmen und mein eigenes Tempo fahren. Es waren ja noch gut 100 km zu absolvieren und der andauernde Regen der letzten Nacht hatte den Boden doch ziemlich aufgeweicht. Nach ca. 1h 45 min erreichte ich den höchsten Punkt der Strecke bei der Garschina-Hütte. Ich wusste, dass ich gut in der Zeit war. Die Abfahrt, sonst meine Stärke, erfreute mich diesmal weniger. So früh am Morgen war es ziemlich kalt und ich war froh, als es bei den ‚Fröschen’ wieder aufwärts ging. ‚Frösch’ ist eine Tragepassage bei der jeder sein Bike für ca. 15min tragen muss. Anschliessend ging es weiter talwärts in Richtung Saas bevor es dann die berühmte Madrisa hoch ging. Noch immer in guter Verfassung nahm ich die knapp 900 Höhenmeter und 9 Kilometer in Angriff. Auf der Madrisa angekommen wurde ich von meinen Eltern Verpflegt und angefeuert. Die Abfahrt nach Klosters verlief danach ziemlich unspektakulär und ohne Zwischenfälle. Ich wusste, dass ich in Klosters noch topfit sein musste um ohne Probleme über die Heubergen zu kommen. Die Heubergen habe es in sich. Viele Tragepassagen, enge, tiefe Wanderwege, steile Aufstiege und man findet einfach keinen Rhythmus. Kurz vor der Bergstation Heuberge hatte ich für kurze Zeit Krämpfe. Diese konnte ich jedoch recht gut ignorieren und konnte einfach weiter fahren. Die Heubergen forderten auch dieses Jahr wieder einige Opfer. So konnte ich bis zum höchsten Punkt zwei Ränge gut machen. In der zehn Kilometer langen Abfahrt nach Jenaz machte ich nochmals drei Ränge gut. Bis ins Ziel bis ich nochmals richtig auf die Zähne und es konnte mich niemand mehr einholen. Am Schluss fehlten mir zehn Sekunden um unter sechs Stunden zu bleiben. Doch dies ist mir in anbetracht dessen, dass ich mit dem 17. Rang im Overall-Klassement und dem 13. Rang bei den Lizenzierten Fahrer, mein Ziel in die Top 20 zu fahren erreicht habe, egal. In der Gesamtwertung der IXS-Classic liege ich nun auf Rang 11. Michi Rüesch belegte in der Kategorie Herren Fun 1 75 Kilometer den 30. Schlussrang.

Sportliche Grüsse

Tobias