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Thurgauer Triathlon

Marcel Nünlist 01.05.2011

Am letzten Wochenende stand der beliebte und immer rasch ausgebuchte Thurgauer Triathlon in Stettfurt bei diesmal optimalsten Wetterbedingungen (im Vorjahr war es kalt und nass) auf dem Programm.

Das Bike Team Aadorf war mit 5 RacerInnen am Start und konnte sogar noch einen Tagessieg verbuchen. Denn einmal mehr quittierte Nicole Hofer ihre Stärke mit dem Sieg in ihrer Alters-Kategorie des Volkstriathlon, der über 800 m schwimmen, 2 Runden à 17 km auf dem Rennrad und zum Abschluss noch 2 Runden à 4 km rennen, führte. Nochmals herzliche Gratulation für diese tolle Leistung. Diese Zeit knapp unter zwei Stunden wäre für nächstes Jahr mein Ziel, doch dazu später noch etwas mehr.

Alle Teammitglieder, Nicole, Sandra, Seraina, Stefan und de Mäsi kamen mit guten bis sehr guten Leistungen ans Ziel, obwohl vielleicht nicht alle mit ihrer persönlichen Zeit zufrieden waren.

Bereits früh am Morgen war reger Betrieb auf dem Gelände des Schwimmbades in Stettfurt. Da wurden die Startnummern gefasst, die Wechselzone musste eingerichtet werden, jeder mit seiner persönlichen Platzordnung seiner Utensilien. Ebenfalls wichtig war die Orientierung für den Rückweg nach dem Schwimmen, damit bei der Suche nach seinem Wechselplatz nicht zu viel Zeit verloren ging.

Für mich war es die dritte Teilnahme und deshalb auch ein wenig Routine bei den Startvorbereitungen, wobei sich auch bei mir eine gewisse Nervosität (ist vor jedem Rennen ganz normal) bemerkbar machte. Leider wurde diese beim Anstehen bei den Toiletten noch etwas verstärkt, da mehrere WC’s  ihre Spülfunktion aufgab und es noch mehr Zeit in Anspruch nahm!

Und weiter ging es am Wechselplatz, wo ich bereits alles ordentlich und akribisch wie immer auf der rechten Seite des Rades vorbereitet hatte, als die Platznachbarin eintraf und ohne nettes Guten Morgen, bereits zu meckern anfing: „Do esch aber ned grad viel Platz!“ (langet doch för zwei paar Schueh ond es Tüechli… oder etwa ned?) Sie möchte die linke Seite für ihre Sachen...., ich solle doch alles auf die andere Seite tun…..! Hoppla, es ächt komisches Vögeli! Ehhhhh, mhhhh, was soll‘s denn, nome ned no künschtlich ufrege ond en hübschi esch es ou ned gsi.

Musste mich auf den Start konzentrieren und nach einem kurzen Schwatz mit Stefan und Sandra mich in den Neo zwängen und langsam mit dem Einschwimmen beginnen. Zum Glück ging es bald los um zügig die 16 Längen abzuspulen, dies bei mehr oder weniger starkem Schwimmverkehr. Der Wechsel klappte einigermassen, doch jedes mal muss man sich der Herausforderung mit dem Entledigen des Neo‘s stellen. Geschafft und ab auf die Radstrecke, meiner Paradedisziplin! Nur nicht zu schnell starten und bereits in der ersten Steigung übersäuern, woran sich wieder einige nicht halten konnten und später büssen mussten. Denn beim Anstieg nach Halingen wurde ich von einigen überholt, welche ich dann auf dem flachen Teil wieder ein- und überholte, sie waren nicht mehr gesehen. Es lief mir recht gut und hatte noch viel Energie für die zweite Runde, dies auch ein Resultat von den harten Clubrennen am Mittwoch.

Doch auch ich musste meinen Tribut zollen, denn das Lauftraining hatte ich zugunsten der Radkilometer etwas vernachlässigt, was ich auf der Laufstrecke zu spüren bekam. Ich lief mein „Schleichtempo“ durch und kam ohne grosse Krise halt etwas langsam ins Ziel. Schade, denn mit etwas mehr Laufkilometer hätte ich die 2 Stundenmarke kacken können. 

Im Grossen und Ganzen ein toller Wettkampf mit wiederum schönen Erlebnissen und vor allem ohne Verletzungen.

Allen Finishern nochmals herzliche Gratulation und vergesst nicht, nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf und dies wieder am 15. Mai beim Frauenfelder Triathlon.

Liebe Grüsse

Marcel Nünlist