, Brigitte Kunz

Alex Vogel ist Omnium-Schweizermeister

Die Erfolge vom Wittenwiler Radrennfahrer Alex Vogel reihen sich aneinander. Kürzlich konnte er die Omnium-Schweizermeisterschaften für sich entscheiden.

Alex Vogel ist Omnium-Schweizermeister

Die Erfolge vom Wittenwiler Radrennfahrer Alex Vogel reihen sich aneinander. Kürzlich konnte er die Omnium-Schweizermeisterschaften für sich entscheiden.

Aadorf Auf der Rennbahn in Grenchen fanden die Omnium-Schweizermeisterschaften statt. Ein Omnium besteht aus dem Scratch-Rennen, dem Temporennen, dem Ausscheidungsfahren und dem Punktefahren. Der dem BiketeamAadorf angehörende Alex Vogel aus Wittenwil liess an den Schweizermeisterschaften seine Konkurrenten hinter sich und feierte einen sensationellen Sieg.


Sieg mit Vorsprung

Beim Scratch-Rennen über 40 Runden, welches eine Distanz von zehn Kilometern ergibt, fuhren die Radrennfahrer einen Durchschnitt von fast 54 Stundenkilometern. Alex Vogel: «Das Rennen war sehr schnell, so dass keine Attacken gefahren werden konnten. Erst drei Runden vor Schluss begannen das grosse Belauern und die Positionskämpfe. In der zweitletzten Runde wurde der Sprint lanciert. Ich befand mich an der dritten Position. In der letzten Runde zog ich an meinen Konkurrenten vorbei und gewann das Rennen mit zwei Velolängen Vorsprung.»


Schnelles Temporennen

Die nächste Disziplin war das Temporennen über 40 Runden. Alex Vogel ging früh in die Offensive, um sich Punkte zu ergattern. Mitte Rennen wurde das Tempo nochmals erhöht, was Vogel deutlich zu spüren bekam, benötigte er doch bei seinem Vorstoss zu Rennbeginn viel Kraft. «Ich wurde abgehängt und musste 20 Runden darum kämpfen, nicht überrundet zu werden. Dank den anfangs ergatterten Punkten belegte ich den fünften Rang und war im Zwischenklassement immer noch an der Spitze.»


Die Gegner im Nacken

Im Ausscheidungsfahren fuhr Alex Vogel fast immer an vorderster Position. Nur ganz zum Schluss musste er sich noch von Stefan Bissegger geschlagen geben. Es war auch Stefan Bissegger, welcher nach drei Disziplinen nur gerade zwei Punkte hinter Alex Vogel in Lauerstellung lag. Vor der letzten Disziplin, dem Punktefahren, hatten noch acht Bahnfahrer die Chance, das Gesamtklassement und somit die Schweizermeisterschaft zu gewinnen.


Solosieg

Gleich zu Beginn des Punktefahrens über 100 Runden ersprintete sich Alex Vogel einige Punkte, um etwas Luft zwischen sich und seine Konkurrenten zu bekommen. Danach hielt sich Vogel eher zurück, um Kräfte zu sparen. Zwischenzeitlich überholte Stefan Bissegger den Wittenwiler in der Gesamtwertung. «20 Runden vor Schluss spürte ich, dass der Moment gekommen ist, um zu attackieren. Meine Gegner mussten kurz zuvor einen langen und harten Sprint fahren und so nutzte ich die Gelegenheit zu attackieren. Die Gegner schauten sich nur an und so fuhren wir anfangs zu dritt, dann noch zu zweit an der Spitze. Die letzten zehn Runden fuhr ich dann alleine, da auch der letzte Konkurrent nicht mehr mit mir mithalten konnte. Ich wusste, dass ich es bis zum Schlusssprint durchziehen musste und somit den Schweizermeistertitel für mich gewinnen konnte. Das hat mich sehr beflügelt und es hat dann auch geklappt.» Somit konnte Alex Vogel einmal mehr einen tollen Erfolg feiern!

Brigitte Kunz-Kägi

 

Bildlegende:

Alex Vogel aus Wittenwil wurde Omnium-Schweizermeister.
Foto: Elisa Haumesser