, Damian Lüscher

Miserables Wetter am GP Courtine

Auch diesen Sonntag war Abfahrt um 5:15. Die Stunde Zeitverschiebung machte das Aufstehen auch nicht viel einfacher. Schon als der Wecker läutete hörte ich das Prasseln auf dem Dach und merkte sofort, dass es wieder regnete. Naja dass soll mich heute nicht an einem guten Resultat hindern dachte ich mir. Als wir in Les Genevez ankamen waren neben dem regen 4° auf dem Thermometer. Das senkte meine Stimmung gewaltig, da ich nicht gut mit Kälte auskomme. Ich fuhr mich nur kurz auf der Strasse ein, da ich nicht schon ganz durchnässt sein wollte am Start. Am Start standen wieder über 50 Fahrer, da noch einige Franzosen angereist waren. Die Strecke kannte ich schon vom letzten Jahr. Sie war grösstenteils flach mit einem ca. 2,5km langen Aufstieg direkt ins Ziel. Ich wusste dass es ein sehr schnelles Rennen geben wird. An diesem Tag kam dann noch sehr starker Wind hinzu. Ich zog mich doch recht warm an was ich zu keinem Zeitpunkt bereute. Das Rennen war mit 75km Verhältnismässig kurz. Von Anfang an wurde munter attackiert. Ich hielt mich grösstenteils in den vorderen Positionen auf und ging bei gefährlichen angriffen jeweils mit. Das Tempo fiel aber immer wieder zusammen und es war beinahe unmöglich sich vom Feld abzusetzen. Ich kam immer weit vorne über den Berg und startete in der 4. Runde eine erste ernsthafte Attacke aber ich habe zu lange gewartet und schon waren wir wieder oben und ich war ziemlich bald auch wieder gestellt. Danach hatte ich etwas zu Leiden als das Tempo noch einmal brutal angezogen wurde. Bis zum letzten Anstieg hatte ich mich wieder etwas erholt und fuhr weit vorne in den Berg. Es gab einige Angriffe und als diese wieder gestellt wurden trat ich ca. 1km vor dem Ziel an. Ich konnte mich zwar leicht absetzen aber nicht entscheidend. Danach wollte ich mich auf den Sprint konzentrieren, ich konnte mich in eine gute Position fahren und hatte 200m vor dem Ziel das Gefühl ich könne gewinnen und trat zum Sprint an. Leider wurde ich noch von einigen Fahrern überholt und ich schoss als 5. über die Ziellinie. Ein Resultat mit dem ich gut Leben kann, da doch die besten Schweizer Fahrer und noch einige Franzosen am Start waren. Am Ende waren wohl bei allen die Beine etwas zu. Nächstes Wochenende steht die erste Internationale Rundfahrt dieses Jahr an. Im letzten Jahr konnte ich da den 11.Gesamtrang herausfahren. Ein Resultat, dass ich in diesem Jahr gerne toppen würde und ich denke das sollte machbar sein. Gestartet wird mit einem Einzelzeitfahren, dass ich dank meiner Leistung im Letzten Jahr als zweitletzter starten darf. Ich bin gespannt, da meine Form doch stimmt.