, Finn Treudler

Sieg in Schwändi am EKZ-Cup

Nachdem ich 2014 das Finalrennen in Fischenthal gewonnen hatte, stand für mich fest, dass ich 2015 den Gesamtsieg der Serie will. Ein erster Schritt ist getan, obwohl der Renntag alles andere als gut begann. Zuerst wurden die technischen Passagen im Waldstück mehre Male abgefahren. Ich hatte richtig Spass daran und fühlte mich sicher. Dann ging es ins Zielgelände um dort noch zu schauen was Sache ist. Die in diesem Jahr erstmals aufgebaute Schanze gab mir schon etwas zu denken. Ich beobachtete einige Fahrer die sie nahmen, fasste all meinen Mut und „autsch“, schon hatte es mich auf Gröbste überschlagen. Zwar erholte ich mich recht schnell von dem Schreck und mit meinem Bike war auch alles OK, aber der Rücken schmerzte schon mächtig. Im Rennen konnte ich das Missgeschick ausblenden und war voll da. Romano Püntener, der den ersten BMC-Cup für sich hatte entscheiden können, drückte gleich zu Beginn mächtig auf‘s Tempo. Ich fuhr einfach mit und schnell waren wir nur noch drei Mann. Ich musste schon kämpfen, hatte aber noch Reserven. Dann die Waldpassage. Es lief richtig gut. Ich konnte an Romano dran bleiben und es gab sogar ein kleines Loch zu unserem Mitstreiter Jan Tillmann. Im folgenden Aufstieg zwang uns der rutschige Untergrund alle drei zu einer Laufeinlage. Romano und ich rasten dann die Wiesenabfahrt hinunter. Mir war klar, dass im folgenden Aufstieg Richtung Ziel die Entscheidung fallen muss. AIso, alles auf eine Karte und auf der Scheibe voll attackiert. Romano hielt dagegen, doch ich legte nach und dann war ich weg. Der Abstand wurde schnell grösser und meine Beine drehten mit dem Sieg vor Augen fast wie von selber. Unter grossem Applaus fuhr ich zu meinem ersten Saisonsieg und ins Leader-Trikot im EKZ-Cup.