, Florian Bolt

Fluch beim Dolomiti Superbike besiegt

Am letzten Samstag startete ich zum vierten Mal zum Dolomiti Superbike in Villabassa im Südtirol. Der 120km lange MTB-Marathon mit knapp 4'000 Höhenmetern gehört zu meinen Lieblingsveranstaltungen. Das Rennen ist hervorragend organisiert und die Stimmung und Aufmachung einzigartig. Zudem führt die Strecke durch wunderschöne Gegenden im Hochpustertal. Allerdings ist dieses Rennen für mich auch mit viel Pech und Frust verbunden. Vor zwei Jahren stürzte ich in der Abfahrt vom ersten Pass und musste wegen einer Verletzung aufgeben. Letztes Jahr zerriss es mir ebenfalls in der ersten Abfahrt den Wechsler, worauf ich wieder früh aufgeben musste.

In diesem Jahr gehörte der Dolomiti Superbike zur UCI MTB Marathon Serie, womit ein Rang in den ersten 20 als Qualifikation für die WM gereicht hätte. Das Starterfeld mit über 4'000 Teilnehmern und nicht weniger als 8 Fahrern aus den Top 10 der Weltrangliste war aber so stark wie noch nie. Mit dem Ziel ohne Sturz und Defekt durchzukommen ging ich das Rennen verhältnismässig locker an, obwohl es beim Start abging wie bei einem Crosscountry-Rennen. Nichtsdestotrotz überquerte ich den ersten Bergpreis nach 900 Höhenmetern 2.5min früher als noch vor zwei Jahren. Ich teilte das Rennen gut ein und konnte auf der zweiten Hälfte nochmals zahlreiche Plätze gutmachen. Ich kam schliesslich als 39. ins Ziel und war damit hinter grossen Namen wie Alex Moos und Urs Huber der viertbeste Schweizer. Ich war übrigens 1:15h schneller als bei meiner bisher einzigen Zielankunft bei diesem Rennen - vor vier Jahren als Hobby-Fahrer.

Ich bin ganz zufrieden mit meiner Leistung. Mit einer Qualifikation für die WM habe ich bei diesem Rennen und diesem Feld nicht gerechnet. Die Form wird aber allmählich besser und wenn ich in der Sommerpause gut trainieren kann, folgen sicher noch bessere Resultate.

Florian Bolt